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Frühstudierende Anna-Luise Werder berichtet über ihre Erfahrungen:

Die Schülerin Anna-Luise Werder auf dem Wernigeröder Campus.

„Ich freue mich schon jetzt auf mein zweites Semester"

Die Hochschule Harz schafft für Schüler frühzeitig Studienmöglichkeiten. Damit sollen Jugendliche für eine, akademische Laufbahn begeistert werden. Kooperationsvereinbarungen mit Schulen sollen weiter ausgebaut werden.

Von Sissy Wenzel Wernigerode/Halberstadt. „Ich bin sehr froh, dass ich die tolle Chance bekommen habe, am Frühstudierendenprogramm der Hochschule Harz teilzunehmen", berichtet Anna-Luise Werder (18). „So kann ich bereits während der Schulzeit Campusluft schnuppern und mich mit Studieren den austauschen." Die begabte Schülerin des Landschulheims Grovesmühle (Veckenstedt) hatte zum Beginn des Wintersemesters 2008 den Schritt gewagt und sich als allererste Frühstudierende an der Hochschule Harz eingeschrieben. Ziel des Begabtenfrühförderungsprogramms ist es, die Hörsäle der Hochschule Harz für besonders qualifizierte Schüler der gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufen 11 und 12) zu öffnen. Sie können dann neben dem regulären Schulbesuch als „echte" Studenten an Vorlesungen und Prüfungen teilnehmen. „Wir wollen damit ein Signal setzen", begründet HochschulRektor Prof. Dr. Armin Willingmann. „Die Hochschule Harz kann so die Leistungsbereitschaft zukünftiger Studierender fördern und insbesondere für die Ausbildungsregion Harz ein weiteres attraktives Angebot unterbreiten." Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist, dass die interessierten Schüler überdurchschnittlich qualifiziert sind und von ihrer Schulleitung empfohlen werden. Mit ihren guten schulischen Leistungen erfüllte Anna-Luise Werder dieses Kriterium. „Nachdem meine Lehrer mich empfohlen hatten, wurde ich im Oktober 2008 für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre zugelassen", freut sich Wernigerodes erste Frühstudierende. „Zurzeit besuche ich einen BWL-Einführungskurs. Dadurch bekomme ich einen hautnahen Einblick in den Studienalltag und die Abläufe an der Hochschule Harz." Darüber hinaus stehen Studieninteressenten aber auch technische und verwaltungswissenschaftliche Programme offen. Alle Veranstaltungen, die von Frühstudierenden besucht werden, finden stets am späteren Nachmittag statt. „Auf diese Weise gehen wir sicher, dass Schule und Studium für die jungen Menschen vereinbar sind", betont Willingmann. Anna-Luise Werder ist begeistert von dieser neuartigen Studienmöglichkeit und empfiehlt Schülern der Region, sich zu, bewerben. „Sie können sehen, was nach der Schule auf sie zukommt und erste praktische Erfahrungen sammeln", regt die 18-Jährige an. „Ich jedenfalls freue mich schon jetzt auf mein zweites Semester an der Hochschule Harz und einen Fortgeschrittenenkurs. .„Dass sich dieses einzigartige Angebot im Lande herumspricht, bemerken wir an der steigenden Zahl von Empfehlungen aus den kooperierenden Gymnasien. Im gerade eröffneten Sommersemester haben wir bereits sechs Frühstudierende in den Lehrveranstaltungen beider Wernigeröder Fachbereiche", freut sich Rektor Willingmann. Alle Interessierten am Frühstudierendenprogramm erhalten weitere Informationen im Internet unter

Kooperationen der Hochschule Harz mit gymnasialer Oberstufe

  1. Berufsbildende Schulen j. P. C. Heinrich Mette (Quedlinburg)
  2. Gymnasium „Am Thie" (Blankenburg)
  3. Fallstein-Gymnasium (Osterwieck)
  4. G.-Hauptmann-Gymnasium (Wernigerode)
  5. GutsMuths-Gymnasium (Quedlinburg)
  6. Käthe-Kollwitz-Gymnasium (Halberstadt)
  7. Landesgymnasium für Musik (Wernigerode)
  8. Landschulheim Grovesmühle (Veckenstedt)
  9. Gymnasium Martineum (Halberstadt)
  10. Wolterstorff-Gymnasium (Ballenstedt)

www.hs-harz.de/schulkooperationen.html

 

Schüler beweisen sich auf den Skipisten Südtirols

Schülerinnen und Schüler aus Veckenstedt, Wasserleben und Wernigerode verbrachten im März Skifreizeiten in Südtirol. Foto: privat

Noch gut in Erinnerung - erlebnisreiche Aktionstage

Veckenstedt/Wasserleben (jni). Mehrere Schulen des Nordharzes weilten im März einige Tage bei Skifreizeiten in Südtirol. Die Schüler der Veckenstedter Grovesmühle fuhren in das Skigebiet Plose. Zeitgleich war eine Truppe aus der Wilhelm-Busch-Schule Wasserleben und der Pestalozzischule Wernigerode in unmittelbarer Nähe in Meransen unterwegs. Nicht schlecht staunten deshalb vor allem die Lehrer, als sich beide Gruppen unterwegs sogar begegneten. Für die Grovesmühler gehört die Skifreizeit schon seit längerem zum Winterprogramm. 36 Schüler der neunten und elften Klassen sowie fünf Lehrer waren diesmal unterwegs. Für einige war das Skifahren sportliches Neuland, andere erwiesen sich schon als „alte Hasen" auf der Piste. Vor allem die Unterstützung, die die erfahreneren Schüler. den Anfängern gaben, kam bei Schülern und Lehrern gut an. Auch, dass an zwei Tagen die Betreuung der Neuntklässler in die Hände der älteren Schüler gelegt wurde, erwies sich als interessantes Projekt. Die Skifreizeit der Wasserlebener und Wernigeröder Schulen indes war für alle Neuland. 25 Schülerinnen und Schüler sowie sieben Lehrer bildeten das Ausflugsteam. Neben den sportlichen Aktivitäten stand hier der pädagogische Aspekt im Mittelpunkt. Der Austausch der Schüler untereinander und ein Zusammenhalt durch gemeinsame Erlebnisse waren besonders wichtig. Außerdem wurden Ängste überwunden und das Selbstwertgefühl durch die sportlichen Leistungen gesteijZert.

 

Theaterprojekt: Mit Romeo und Julia in die Winterferien

Viel Applaus gab es nach der erfolgreichen Uraufführung des Theaterstückes „Romeo und Julia in Love" für die Neuntklässler des Landschulheims Grovesmühle.

Von Jörg Niemann

Veckenstedt. Wenn die Neuntklässler der Grovesmühle im ersten Schulhalbjahr montags nach Hause kamen, war es nicht selten, dass sie erzählten, „Theater" in der Schule gehabt zu haben. Grund dafür ist ein neues Projekt, das in diesem Schuljahr erstmals am Landschulheim gestartet wurde. Der in Ilsenburg wohnende Schauspieler Martin von Hoyningen-Huene - er hat selbst zwei Kinder an dem Privatgymnasium - erklärte sich bereit, den Schülern Einblicke in die Schauspielkunst zu geben. Um auch genügend Zeit für Proben zu haben, wurden an der Schule in den neunten Klassen die Fächer Englisch und Deutsch „nur" in lehrplangerechtexn Umfang unterrichtet. Die sonst üblichen Zusatzstunden fielen zugunsten des Theaterprojektes weg. Am Anfang des Vorhabens standen das Erlernen von Grundtechniken des Theaterspielens und die Suche nach einem geeigneten Stück. Die Schüler entschieden sich für eine freie Interpretation von Shakespeares „Romeo und Julia" mit dem Titel „Romeo und Julia in Love". Das Werk ist eine Mischung der klassischen Handlung, wurde teils in englischer Sprache einstudiert und hatte einen etwas modernen Schluss. Nach halbjähriger Vorbereitungszeit gab es kurz vor den Winterferien die Uraufführung. „Aus unserer Sicht als Pädagogen steht nicht so sehr die Aufführung im Blickpunkt des Projektes, sondern der Weg dorthin. Schüler lernen sich beim Theaterspielen besser kennen, gut darzustellen und in der Gruppe zu interagieren. Außerdem schweißt der Prozess die Gemeinschaft zusammen", erklärte Reimund Märkisch, der stellvertretende Schulleiter. Und dass so ganz nebenbei auch noch das Wissen um die klassische Literatur vertieft wird, habe auch noch keinem Schüler geschadet. Nach der Uraufführung waren die Zuschauer von der Natürlichkeit der Akteure überrascht. Die zahlreichen Pointen, die Shakespeares Tragödie fast zur Komödie werden ließen, wurden ebenfalls als wohltuend empfunden. Die Schulleitung traf danach eine wichtige Entscheidung: Die nächste Aufführung wird es in einem größeren Saal geben, die Aula der Grovesmühle reicht nicht mehr aus.

 

Ein Katastrophenplan und Herzschrittmacher

In Berlin besuchten die Grovesmühle-Schüler des Sanitätsdienstes die Firma Biotronik. Dort werden Herzschrittmacher und Herzkatheter produziert. Foto: privat

Sanitäter des Landschulheims Grovesmühle besichtigen die Charite in Berlin

Wie funktioniert Katastrophenschutz, und wie werden Herzschrittmacher hergestellt? Darüber hat sich der Schulsanitätsdienst Grovesmühle in der Uniklinik Charite und einem weltweit führenden Unternehmen in Berlin informiert.

Von Tim Pape Veckenstedt/Berlin. Der Schulsanitätsdienst des Landschulheims Grovesmühle fuhr nach Berlin. An diesem Schultag besuchten wir zwei Einrichtungen in Berlin. Mit dabei waren Schüler und zwei Lehrer. Zuerst besuchten wir die Uniklinik Charite, in Berlin. Eine stellvertretende Stationsleiterin empfing uns am Eingang zur Unfallchirurgischen Notaufnahme. Dort war gerade wenig Betrieb. So war zwar weniger zu sehen, doch es gab mehr Zeit für Erklärungen. Wir besichtigten die verschiedenen Räume in der Rettungsstelle der Charite, und alles wurde genau erklärt.  

Auf alle Situationen gut vorbereitet

Wir erfuhren alles über das System des Katastrophenschutzes, das in der Charite bei einem Aufkommen von vielen Verletzten, beispielsweise bei Naturkatastrophen oder Terroranschlägen einen schnellen und reibungslosen Ablauf gewährt. In der Unfallchirurgie gibt es zudem mehrere sogenannte Reanimationsräume, die für Schwerverletzte Patienten genutzt werden können. So kann bei extremen Situationen auch schon hier schnelle und effiziente Hilfe geleistet werden. Außerdem gibt es in der Aufnahme einen Röntgenraum, Operationsstische für Notfälle und noch diverse Behandlungszimmer fiir den Hals-, NasenOhrenbereich sowie die MundKiefer- und Gesichtschirurgie, Augenheilkunde und Traumatologie. Interessant fanden wir auch, dass man von der Zentrale der Aufnahme aus über die Kontrolle dos Helikopterlandeplatzes verfügt, um auch hier einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und somit für die beste Genesung der Patienten zu sorgen. Nach unserem Besuch in der Charite ging es weiter zu Biotronik, einer weltweit anerkannten Firma, die Herzschrittmacher und interne Defibrilatoren herstellt. Anlass für diesen Besuch auf der Weiterbildungsreise des Schulsanitätsdienstes war, dass eine unserer Mitschülerinnen selbst einen internen Defibrilator trägt. Fragen zur Herstellung, Entwicklung, Kosten, Problemen, Wechsel und Funktion gab es reichlich, und sie wurden alle beantwortet. Ein Mitarbeiter der Firma erklärte, wie das Unternehmen entstanden ist und was genau produziert wird: Vom Herzschrittmacher bis zu internen Defibrilatoren und den dazugehörigen Sendegeräten sowie Herzkathetern. Nach zwei Stunden bei Biotronik fuhren wir in die Innenstadt auf den Potsdamer Platz, um den Tag gemeinsam mit einem Besuch am Brandenburger Tor ausklingen zu lassen. Wir haben sehr viel erfahren und gelernt und hatten gemeinsam viel Spaß bei unserem Ausflug in die Hauptstadt.

 

TC Harz folgte Einladung nach Grovesmühle

Die Gilde soll den Kindern der 7. und 8. Klassen die Ausbildung zum Grundtauchschein (d.h. theoretische Ausbildung und praktische Übungen im Schwimmbad) ermöglichen.

Wernigerode (fdr). Auf-grund einer Einladung zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Ganztagsschu-len in Sachsen-Anhalt „Her-ausforderung für Schule und Verein" im November 2007 in Hettstedt, wurde im Tauch-club Harz das Interesse ge-weckt, als Verein ebenfalls in einer Ganztagsschule mit einem zusätzlichen Sportan-gebot tätig zu werden. Da bekannt war, dass im Landschulheim Grovesmüh-le viele interessante An-gebote in Form von Gilden schon existieren, wurde ein erster Kontakt zu dem da-für zuständigen stellvertre-tenden Direktor, Hr. Mär-kisch, geknüpft.. Schnell wurde problemlos eine Übereinkunft über die zukünftige Zusammenarbeit von Schule und Verein ge-funden und die Tauchergilde erstmals ins Leben gerufen. Die Gilde soll den Kin-dern der 7. und 8. Klassen die Ausbildung zum Grund-tauchschein (d. h. theo-retische Ausbildung und praktische Übungen im Schwimmbad) ermöglichen und den späteren Erwerb des DTSA-Bronze Scheins (d.h. Freigewässertauchgän-ge) vorbereiten. Nach einer kurzen Vorstellung der verschiedenen Gilden in Grovesmühle, in der 1. Schulwoche im Au-gust 2008, konnten sich die Kinder drei Gilden aussu-chen. Später wurde nach den Wünschen und Möglich-keiten der Gilden aufgeteilt. So kam es auch, dass sich für das Tauchen 4 Kinder aus der 7. und 8 Kinder aus der 8. Klasse mit jeweils einem Mädchen fanden. Nun treffen sich alle immer montags zwischen 14 und 16 Uhr in der Schule oder fahren für die weitaus bei den Schülern beliebteren Unterwasseraktivitäten ins Silberbornbad nach Bad Harzburg. Geleitet wird dieses Projekt vom Ausbil-dungsleiter des TC Harz, Frank Schumm. Das Interes-se für das Projekt Schule und Verein wurde auch von Sei-ten weiterer Schulen offen bekundet. Dieses kann aber nur mit einem flexiblen und das Projekt unterstützenden Arbeitgeber umgesetzt wer-den, da alle Tätigkeiten in der Schulzeit bis 16 Uhr re-gelmäßig durchgeführt wer-den müssen

 

Veckenstedt feiert Frühlingsfest mit „Theo Tintenklecks"

Buntes Programm am Sonnabend

Veckenstedt (jni). Bürger­meister Uwe Lutz hat im ver­gangenen Jahr bei einem En­tenrennen in Thale den ersten Platz belegt. Als Preis erhielt er ein Gastspiel des beliebten Maskottchens „Theo Tinten­klecks" in seinem Ort. Den Auftritt des blauen Ge­sellen wird es am kommenden Sonnabend. 9. Mai, in Vecken­stedt geben. „Theo" und seine Freunde werden eine Stunde lang für Spaß und Unterhal­tung auf dem Anger vor der Gaststätte „Bauernstube" sor­gen. Allerdings soll sich der Aufwand für alle lohnen, und deshalb wird in der Nordharz­gemeinde den ganzen Sonn­abend über gefeiert - Das Ve­ckenstedter Frühlingsfest. Mit dabei sind dann die Kinderta­gesstätte, die Grundschule am Kirchplatz und später auch das Landschulheim Grovesmühle. Der Auftakt des bunten Trei­bens wird schon am Freitag­abend in der Sporthalle der Grovesmühle erfolgen. Um 19 Uhr beginnt dort das „Fest der Talente", ein Wettstreit, bei dem die Schülerinnen und Schüler des Landschulheims ihr künstlerisches Können prä­sentieren werden. Die große Party für die Jüngsten beginnt am Sonn­abend um 9.45 Uhr auf dem Anger (Schützenplatz) der Ge­meinde. Für die musikalische Einstimmung werden die Mäd­chen und Jungen der Kinderta­gesstätte sorgen. Um 10 Uhr wird das Programm von „Theo Tintenklecks" erwartet. Da­nach gibt es bis 13 Uhr ein buntes Treiben auf dem Anger.  Parallel dazu wird der zwei­te Teil des Frühlingsfestes ein­geläutet. Dieses findet auf dem Gelände des Landschulheims Grovesmühle statt. Veranstal­ter sind hier die Grundschule am Kirchplatz und das Land­schulheim. Bis etwa 16 Uhr gibt es Ausstellungen und ver­schiedene Vorführungen. Für das leibliche Wohl der Gäste wird auch gesorgt sein. Um 16 Uhr beginnt das tra­ditionelle Altbürgertreffen der Grovesmühle. Absolventen der Schule finden sich dann zu ei­ner internen Feier an ihrer al­ten Schule zusammen. Die Veckenstedter wollen ihr Frühlingsfest am Sonnabend nicht allein begehen. Deshalb sind alle Kinder und Eltern der Region ganz herzlich zum Mit­feiern eingeladen.

 

Junge Sanitäter für den Ernstfall ausgerüstet

Ein Defibrillator gehört jetzt zur Ausrüstung der Schulsanitäter. Zur Übergabe waren zugegen (von links) Melitta Loof, Tim Pape, Paul Baron, Heidrun Ebert, Raimund Märkisch, Thomas Mövius von der Herstellerfirma sowie Alexander Dziurzik, Florian Uhde und Dominik Tapper. Fotos (2): Niemann

Veckenstedt (jni). Zum ges­trigen Weltrotkreuztag über­reichte Heidrun Ebert, Ausbil­dungsleiterin beim Wernigerö­der Deutschen Roten Kreuz, dem Schulsanitätsdienst des Landschulheims „Grovesmüh­le" einen Defibrillator. Der Schulsanitätsdienst besteht schon seit einigen Jahren und wird vom stellvertretenden Schulleiter Raimund Märkisch geleitet, der ausgebildeter Ret­tungssanitäter ist. Wie wichtig gerade in der abgelegenen Bildunsstätte ein solcher Dienst ist, wurde erst am vergangenen Montag deut­lich. Reimund Märkisch be­richtet: „Ein zwölfjähriger Schüler brach im Unterricht bewusstlos zusammen. Die jungen Sanitäter waren sofort zur Stelle und leisteten Erste Hilfe. Ein großes Lob gab es deshalb im Nachgang vom Notarzt des Rettungshub­schraubers, der den Helfern eine tolle Arbeit bescheinigte." Ein solches Ereignis könne jederzeit wieder passieren. Im Ernstfall werde frühestens nach 15 Minuten ein Notarzt aus Wernigerode in der Schule sein. Deshalb habe sich die Schulleitung vor einiger Zeit entschieden, den Defibrillator anzuschaffen, fügte Märkisch hinzu. Finanziert wurde das lebens­rettende Gerät vom Förderver­ein der Schule und dem Land Sachsen-Anhalt. Bestellt wur­de es vom Roten Kreuz. Die jungen Sanitäter hoffen, es aber so selten wie möglich im Ernstfall einsetzen zu müssen.

 

Erfolg bei Europapreis

Lisa Broihan, Verena Eckhof, Mariane Groninga (von links) bei der Preisverleihung. Foto: privat

Wernigerode (pwr). Unter dieser Thematik wurde der Europapreis für Bürgerme­dien auf dem Brocken verlie­hen. Aus Sachsen-Anhalt wurde eine Vielzahl von Filmen eingereicht. Auch die Schüler der Film­gilde vom Landschulheim (LSH) Grovesmühle beteilig­ten sich an diesem Wettbe­werb. Mit ihrem Beitrag „Schüler und Europa" ge­wannen sie den dritten Platz. In diesem Kurzfilm wurden Schüler des LSH zum Thema Europa befragt. Die Filmgil­de als Wahlpflichtangebot des Landschulheims Groves­mühle besteht schon seit über vier Jahren. Die Schülerinnen und Schüler erlernen nicht nur den Umgang mit Film­ und Schnitttechnik, die vom Offenen Kanal Wernigerode zur Verfügung gestellt wird, sondern auch journalistische Fähigkeiten, um Interviews zu führen und vorzubereiten. Infos über das LSH unter:   www.grovesmuehle.com

 

Szenische Zeitreise führt „Back und zurück"

Johanna Fritzsche, Lisa Broihan, Henrike Schult und Thanya Nguyen gehören zum Ensemble des Schülertheaters. Foto: privat

Veckenstedt (jni). Das Thea­terstück „Back und zurück - eine unfreiwillige Reise in das Berlin und New York der zwanziger Jahre" wird am Montag und Dienstag jeweils um 19 Uhr im Saal des „Schwarzen Hirsch" aufge­führt. Die Darsteller gehören zur Klasse 9b des Landschul­heims Grovesmühle, die die Idee zu diesem Stück im Ge­schichtsunterricht entwickelt, das Skript geschrieben und mit dem Theaterpädagogen Martin von Hoyningen-Huene in Szene gesetzt haben. In dem Stück geht es um zwei Schüler, die versehentlich beim Lernen für eine Ge­schichtsklausur in das Berlin der „wilden Zwanziger" gera­ten. Nach Konflikten mit den aufstrebenden Nazis ziehen sie mit Freunden nach New York und tummeln sich in der dor­tigen Clubszene. Aber Rezessi­on, Rassismus und Gangster­banden überlagern Dinge wie Jazz und Lebenslust. Gibt es für die Schüler ein Zurück? Die Antwort darauf gibt es in der Aufführung. Vor der Auffüh­rung präsentiert sich die Thea­tergilde der 7. und 8. Klasse mit einem Kurzprogramm.

 

Jagd nach Edelmetall, um Leben zu retten

Ralf Schult (DLRG Wernigerode) und Reimund Märkisch (Grovesmühle, von links) mit den jungen Rettungsschwimmern.

Landschulheim Grovesmühle bildet Rettungsschwimmer aus / enge Partnerschaft mit DLRG

Am Veckenstedter Landschul­heim Grovesmühle gibt es bereits seit vielen Jahren eine Rettungsschwimmergilde. Deren Mitglieder träten nun komplett der Wernigeröder Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bei und absolvierten erfolgreich ihre Prüfungen zum silbernen und bronzenen Rettungsschwimmabzeichen.  

Veckenstedt (jni). Im Land­schulheim Grovesmühle wur­den im Lauf des vergangenen Schuljahres wieder Rettungs­schwimmer ausgebildet - zu­nächst im Schwimmbad Bad Harzburg, nach ihrer Wieder­eröffnung in der Schwimmhal­le Wernigerode. In der letzten Woche vor den Sommerferien bereiteten sich die Schüler auf die Prüfungen vor. Jene, die das Deutsche Rettungsschwim­mabzeichen in Silber an­strebten, hatten zuvor einen Erste-Hilfe-Schein im Wahl­pflichtunterricht erworben. Im Darlingeröder Waldbad legten sie kurz darauf die prak­tischen Prüfungen ab. Diese wurden von Schwimmmeister Ralf Schult von der DLRG Wernigerode abgenommen. Tags darauf folgten die theore­tischen Prüfungen im DLRG­Vereinshaus in Wernigerode. „Dank der guten Vorbereitung an der Schule bestanden alle auch diesen Prüfungsteil", freute sich Ralf Schult. So wa­ren seine Schützlinge nur noch wenige Schritte vom Silber­oder Bronzeabzeichen ent­fernt. Die abschließende Prüfung fand im Wernigeröder Wald­hofbad statt. Nach einem Sprung vom Drei-Meter-Turm musste dabei aus knapp vier Metern Wassertiefe ein Ring an die Wasseroberfläche geholt werden. Auch diese Aufgabe meisterten alle Schüler erfolg­reich. Der Großteil der Groves­mühler hatte somit das Deut­sche Rettungsschwimm­abzeichen in Silber erworben, die anderen erreichten das Bronzeabzeichen. „Die Möglichkeit, Menschen in lebensgefährlichen Situati­onen helfen zu können, hat un­sere Schüler besonders moti­viert", so Reimund Märkisch, stellvertretender Schulleiter. Mit ihren erfolgreich absol­vierten Prüfungen haben sie nun aber auch die Möglichkeit,sich als Rettungsschwimmer an den Küsten von Nord- und Ostsee oder in einem der zahl­reichen Freibäder der Region ein wenig Geld hinzu zu ver­dienen. Doch auch ein weiterer Aspekt erschien den jungen Rettungsschwimmern wichtig: „Der Kurs brachte uns in der Entwicklung unserer Persön­lichkeit einen großen Schritt weiter", resümierte Max Rö­der, einer der frisch gekürten Rettungsschwimmer des Land­schulheims. Ralf Schult (DLRG Wernigerode) und Reimund Märkisch (Grovesmühle, von links) mit den jungen Rettungsschwimmern.  

 

Die Absolventen 2009

Die Klasse 12 der Abiturstufe des Landschulheims „Grovesmühle" in Veckenstedt.
 
Die Absolventen der Fachoberschule, Klasse 12, des Landschulheims „Grovesmühle" in Veckenstedt.
 
Die Absolventen der Klasse 10 des Landschulheims „Grovesmühle" in Veckenstedt
 

Klasse 12 (Abitur): Maria Abel, Phlipp Behm, Fabi­an Rollmann, Eike Bremerstein, Sophia Dreikluft, Stefanie Heu­er, Michael Koch, Anne Kügler, Peer Niehof, Maximilian Nietz­hold, Sascha Pohl, Ann-Christin Richter, Fabian Ristau, Friedrich Schliephake, Marie-Luise Stiller, Justus Tjaden, Isa Toerne, Svenja Villmann, Lisa Marie Winkler und Oliver Zeis.  

Klasse 12 (Fachoberschule): Stephan Blieblau, Friedrich Drees, Timo Glass, Carl Hurek, Ulrich Pe­ter Junior, Michel Kühlcke, Moritz Schalter und Norman Strzelecki.

Klasse 10: Johannes Beier, Julia Bonmann, Joschka Büttner, Maria Diabo, Verena Eckhof, Judith Englisch, Manet Gerlach, Philipp Heine­mann, Christoph Keil, Johanna Kretschmann, Johanna Mack, Richard Maiwald, Jan Schulze, Alexander Schuster, Garsten Schweizer und Vivian Thiel.

 

In einer Woche rund ums IJsselmeer

28 Schüler des Landschulheims Grovesmühle bildeten in den Sommerferien eine Segelcrew auf dem niederländischen IJsselmeer. Foto: privat

Von Martin Suske

Veckenstedt. Den Wunsch nach einem Segeltörn haben sich 28 Schüler des Landschul­heims Grovsmühle in den Som­merferien erfüllt. Mit ihren Be­treuern Reimund Märkisch, Volker Dübner und Christoph Heise wurde eine siebentägige Fahrt auf dem Ijsselmeer in Holland unternommen. Ausgangspunkt war die Stadt Lelystad am südlichen Ufer. Dort wurde zunächst das Schiff, die „Novel", beladen, und dann ging's los. Unter den strengen Augen von Kapitän Arnold, des Matrosen Paul und des Schiffshundes „Käs" lern­ten die Schüler Seemannskno­ten, setzten die Segel selbst und navigierten das Schiff. Aber auch ein Sonnenbad an Deck oder Ausflüge in den je­ weiligen Häfen gehörten zum Programm. Die Schüler wurden dazu angehalten, die Mahlzeiten selbst zu kochen und das Schiff sauber zu halten. Trotzdem aber hat es allen viel Spaß be­reitet, so dass die Tage auf See bei herrlichem Wetter viel zu schnell vergangen sind. 28 Schüler des Landschulheims Grovesmühle bildeten in den Sommerferien eine Segelcrew auf dem nie­derländischen IJsselmeer.

 

Grovesmühle auf Segeltörn

Veckenstedt. In den Alltag eines berühmten Seglers ein­tauchen zu können ist ein gro­ßer Wunsch vieler jugendli­cher. Diesen haben sich 28 Schüler und Schülerinnen un­seres Landschulheims sowie die Organisatoren Reimund Märkisch, Volker Dübner und Christoph Heise mit dem Se­ggeltörn 2009 zu Beginn der Sommerferien erfüllt. Die Fahrt auf dem IJssel-Meer in Holland dauerte 7 Tage. Unser Ausgangspunkt war auch wie in den Jahren davor wieder die kleine Stadt Lelystad am südli­chen Ufer. Dort angekommen sahen wir unser Schiff, die „Novel", schon im Hafenbe­cken liegen. Die Reise konnte nun nach dem Beladen so richtig losge­hen. Unter den strengen Augen des Kapitäns Arnold, des Matrosen Paul und des Schiffs­hundes Käs lernten wir, wie man fachmännisch Knoten macht, Segel setzt und ein Schiff navigiert. Während der Fahrt konnte man dann aber auch so richtig Urlaub machen, das heißt an Deck in der Sonne liegen oder sich mit Brettspielen die Zeit vertreiben. So erreichten wir jeden Abend einen anderen Hafen, meist im Schutze einer kleinen verschlafenen Klein­stadt. Dort konnten wir dann das Hafenpanorama genießen, im Ort bummeln und Eis es­sen und meist den prächtigen Sonnenuntergang über der See bewundern. Am letzten Tag waren wir dann wieder am Ausgangspunkt unseres Segeltörns in Lelystad ange­kommen. Zur Freude aller „Laien-Matrosen" durften wir die letzte Nacht an Bord auf dem Oberdeck des Schiffes übernachten. Natürlich gibt es auf so ei­nem Schiff noch mehr zu tun, teils an Deck oder unter Deck. Dazu gehörten bei­spielsweise das Kochen und die Vorbereitung der Mahlzei­ten, danach das Abwaschen oder auch das Säubern der Toiletten. Trotzdem aber hat es uns viel Spaß gemacht, so dass die Tage auf See bei herr­lichem Wetter viel zu schnell vergangen sind. Unser Dank gilt all denen, die uns durch ihre Arbeit und ihren Einsatz dieses schöne Erlebnis ermöglicht haben! Martin Suske,

 

Inzwischen lernen etwa 45 Vienenburger Schüler am Landschulheim Grovesmühle

Veckenstedt. Schulleiter Dr. Rolf Warnecke vom Land­schulheim Grovesmühle in Ve­ckenstedt und Mietwagenun­ternehmer Lothar Woyth aus Vienenburg sind zufrieden. Vor Kurzem wurde der Ver­trag zur Schülerbeförderung für Vienenburger Schüler zur Grovesmühle verlängert und erweitert. Im kommenden Schuljahr sind täglich 6 Klein­busse von Woyths Firma WS-­Mietwagen voll ausgelastet im Einsatz, um Schüler aus Vie­nenburg und seinen Ortsteilen in das idyllisch gelegene Land­schulheim Grovesmühle zu fahren, eines von 21 deut­schen Landerziehungsheimen. Landerziehungsheime sind eine Ende des 19. Jahrhun­derts entstandene Form von Internaten. Der Begriff wurde vom Gründer der deutschen Landerziehungsheim- oder Landschulbewegung, dem Re­formpädagogen Hermann Lietz, geprägt. Ihr Ursprung liegt in der Kritik an der blo­ßen Wissensvermittlung der herkömmlichen Schulen. Als erstes deutsches Landerzie­hungsheim gilt die 1898 ge­gründete Pulvermühle bei (I­senburg im Harz, die 1914 in die Grovesmühle umzog. Zu ihrem Konzept gehört die Lage auf dem Land, die fern dem als schädlich be­trachteten Einfluss der Groß­stadt eine ganzheitliche Erzie­hung ermöglichen soll. Die Schule soll dabei nicht nur ei­ne Lehranstalt sein, sondern ein Heim für die Schüler bie­ten. Auch heute noch wird an der Grovesmühle in der Tradi­tion von Hermann Lietz unter­richtet. Unterricht und ge­meinschaftliches Leben im In­ternat bilden eine Einheit. Ins­gesamt besuchen 280 Schüler die Grovesmühle, wovon ca. 50 Schüler im Internat leben. In einer Lerngruppe von ca. 20 Schülern sind also nicht nur externe und interne Schüler zu finden, sondern auch gym­nasiale Schüler und Realschul­absolventen. Der Schwer­punkt des Unterrichts liegt in der Förderung der Selbststän­digkeit der Schüler. Fächer­übergreifender Unterricht (z.B. in dem neuen Fach PBG - Physik, Bio und Geo), The­mentage, Frei- und Wochen­planarbeit sowie Stationenler­nen fließen in die Unterrichts­gestaltung mit ein. Das gemeinschaftliche Le­ben an der Schule und im In­ternat wird aber nicht nur durch den offenen Unterricht gefördert, sondern vor allem auch durch die gemeinsamen Aktivitäten im Freizeitbereich. Ein vielfältiges Gildenangebot von Sport über Kunst bis hin zum Streitschlichter lässt kei­ne Wünsche offen. Im Internat leben die Ju­gendlichen in sogenannten Heimfamilien zusammen. Ge­meinsames Einnehmen der Mahlzeiten, Flurgespräche, Heimfamilienabende und ge­meinschaftliche Ausflüge und Aktivitäten schaffen eine fami­liäre Atmosphäre. Da die Grovesmühle 1953 auf dem Gebiet der damaligen DDR ihre Tore schließen musste und erst 1995 wieder als Internatsschule eröffnet wurde, ist die Grovesmühle eine recht junge Schule, die noch mitten in der Entwick­lung steckt. Die neuesten Ver­änderungen sind wohl das Un­terstufeninternat und die Fachoberschule. Die Fach­oberschule bietet Realschulab­solventen, Schülern der 10. Klasse des Gymnasiums oder jungen Erwachsenen mit einer Berufsausbildung die Möglich­keit, praxisbezogen die Fach­hochschulreife mit dem Schwerpunkt Sozialwesen oder Technik zu erlangen.

 

Grovesmühler sind Landesbeste

Das Siegerteam (von links): Melina Loof, Paul Baron, Reimund Märkisch, Florian Uhde, Tim Pape und Alexander Dziurzik. Foto:

Veckenstedt. Beim Landes­wettbewerb des Jugendrot­kreuzes am Wochenende in Magdeburg haben die fünf de­legierten Schüler aus dem Landschulheim Grovesmühle erneut gesiegt. Sie verwiesen zum zweiten Mal in Folge die anderen elf Teams aus Sachsen­-Anhalt im Schulsanitätsdienst souverän auf die Plätze. Bei den Wettbewerben in Magdeburg vor knapp einer Woche ging es hauptsächlich um Erste Hilfe. Zudem waren fundiertes Hintergrundwissen über das DRK gefragt, aber auch Aufgaben im sozialen und musisch-kulturellen Bereich. Zu den Wettbewerben zählten mehrere Übungsszenarien, mit denen die Teams konfrontiert wurden: ein Grillunfall mit sechs Verletzten, ein schwerer Verkehrsunfall mit einem be­teiligten Rad- sowie einem Mo­pedfahrer sowie ein Badeun­fall. Für die Kampfrichter war ausschlaggebend, wie effizient im Team geholfen wurde. Sport und Spiel kamen eben­falls nicht zu kurz. So zählte das Holzstammweitwerfen mit zu den Disziplinen, in denen sich die Teams messen lassen mussten. Übernachtet hatten die Jugendlichen zwischen Freitag und Sonntag in einem großen Zeltlager auf den Elb­auenwiesen. Während der bei­den Tage hatten sie zwischen den Wettbewerben auch Gele­genheit für Besichtigungen. So stand der Besuch der Panora­mabahn ebenso auf dem Pro­gramm, wie der Jahrtausend­turm sowie die Sommerrodelbahn. Der Sonn­abend endete mit der Siegerehrung und einer zünf­tigen Abschlussfete aller Ju­gendrotkreuzgruppen Sach­sen-Anhalts. Aus dem Landschulheim Grovesmühle hatten die besten fünf Jugendlichen von insge­samt zehn an diesem Landes­ausscheid teilgenommen, so der Leiter der SSD-Gruppe (Schulsanitätsdienst) und stell­vertretender Schulleiter Rei­mund Märkisch gestern auf Nachfrage der Volksstimme.

 

Alle Achtung: Neunjährige „Kiebitze" sind die Besten

Veckenstedt (rar). Faulenzen am Wochenende? Davon konnte im Landschulheim „Groves­mühle" am Sonnabend keine  Rede  sein. Dort wurde dem viel­fachen Elternwunsch der be­sonderen Förderung talentierter Jungen und Mädchen auch  im  Harzkreis Rechnung getragen. So werde die Suche der Eltern auch hier  immer  intensiver, wenn es um geeignete Angebote für den Nachwuchs gehe, so Ines Märkisch. In Zusammen­arbeit mit dem Internationalen Bund (IB) fand der Wettbewerb „Mathesams" für Schüler der Altersgruppen der 3. bis 6. Klassen statt. Dabei knobelten 15 Teams (mit 39 Schülern) aus13 Schulen von Quedlinburg bis Bad Harzburg um die Wette. Ziel war es, der notwendigen Begabtenförderung auch auf dem Lande eine Vielfalt zu ver­leihen. Organisiert wurde die­ser Ausscheid von Nicole Schulze vom IB und Ines Mär­kisch vom Landschulheim „ Grovesmühle ". Unterstützt wurden sie dabei von Schülern der Klassen 7 und 12. Die Aufgaben reichten von Tangrams über Gedächtnis­training und Rechnen mit mo­dernen arabischen Zahlen bis zum Ausmessen einer Strecke mit Hilfe eines Reifens. Dabei waren besonders die Entwick­lung kreativer Lösungsideen und Ausdauer gefragt. Die Kinder knobelten mit beein­druckendem Ehrgeiz und sehr viel Spaß. Gewonnen hat - und das ist bemerkenswert, eine Gruppe von Drittklässlern: die „Kie­bitze" von der Wernigeröder Francke-Grundschule mit Hanna Gahnz, Svenja Geiling und Marvin Hunger. . Zweite wurden die „Harzburger Ma­thetüftler" aus Bad Harzburg. Den dritten Platz belegten „Die mathematischen Streifenhörn­chen" - Johanna Stettin und Carla Böhme vom Hauptmann­ Gymnasium Wernigerode so­wie Stella Thomas von der Goethe-Schule Ilsenburg.

 

Gert-Ulrich Buurman feierlich verabschiedet

Schulleiter Dr. Rolf Warnecke (v.l.), Landrat Harz Dr. Michael Ermrich, Gisela Buurman (Ehefrau), Dr. Gert-Ulrich Buurman (ehemaliger Ge¬schäftsführer), Veckenstedts Bürgermeister Uwe Lutz und Dr. Gerrit Buurman (neuer Geschäftsführer); hinten Kollegen der „Grovesmüh¬le", die am Programm mitwirkten Foto: privat

Generationswechsel in der „Grovesmühle"

Veckenstedt (rar). Das Land­schulheim „Grovesmühle" hat mit Dr. Gerrit Buurman seit Freitagabend auch offiziell ei­nen neuen Geschäftsführer. Gleichzeitig wurde dessen Va­ter als bisherigem verdienst­vollen Leiter Dr. Gert-Ulrich Buurman (73) vielfach ge­dankt. Dieser hatte als damaliger Geschäftsführer des Marbur­ger Landschulheims „Stein­mühle" nach der Wende das Grundstück in Veckenstedt übernommen. Seinerzeit be­fanden sich darauf zahlreiche leerstehende und größtenteils desolate Gebäude (ehemalige Hermann-Lietz-Schule). Was dann folgte, war ein langes und zähes Ringen mit der Landesregierung um die Schulgenehmigung als Gym­nasium in freier Trägerschaft. Erst 1995 sollte es zur Eröff­nung kommen. Die dabei vollbrachten Leis­tungen beim Wiederaufbau ei­ner neuen Infrastruktur gerade von Dr. Buurmann würdigte Landrat Dr. Michael Ermrich in seiner Ansprache. In den 90­er Jahren ging es um die Viel­falt der Angebote, der Kinder­betreuung und Schulen, die letztlich dafür sorgten, dass sich auch staatliche Anbieter weiter entwickeln würden. Ermrich lobte, dass es durch die vielfältigen und speziellen Angebote in der „Grovesmühle „keine der staatlichen Schulen im Altkreis Wernigerode in ih­rer Existenz gefährdet wurde. Gert-Ulrich Buurman dank­te danach allen, die an der Etablierung des Veckenstedter Landschulheims beteiligt wa­ren. Er machte allerdings auch keinen Hehl aus der nach sei­ner Meinung fehlenden materi­ellen und ideellen Unterstüt­zung freier Schulträger in Sachsen-Anhalt durch die Landesregierung. Zuvor hatte Schulleiter Dr. Rolf Warnecke vor zahlreichen Gästen den Werdegang der „Grovesmühle" von der ersten Begehung 1992 bis zur Eröff­nung 1995 umrissen. Gert-Ul­rich Buurman bezeichnete er als „Visionär".

 

Grovesmühle anerkannt

Die „Fachoberschule Technik" der Grovesmühle ist nun staatlich anerkannt.

Landschulheim Grovesmühle: Fachoberschule Technik staatlich anerkannt

Veckenstedt. Die Facho­berschule Technik" der Grovesmühle ist nun staatlich anerkannt. In den vergangenen Ta­gen traf am Landschulheim Grovesmühle die staatliche Anerkennung der Fachober­schule Technik ein. Damit ist nach dem Gymnasium (gegründet 1995) und der Sekundarschule (gegrün­det 1999) nun der vorletzte Schulzweig an der Grovesmühle staatlich anerkannt. Das bedeutet, dass nunmehr mit Ablauf der üblichen drei­jährigen Frist nach der Ge­nehmigung einer Schulform alle Abläufe und Qualitäts­kriterien dieser Schule noch einmal ausführlich vom Kul­tusministerium geprüft wer­den und die Schule ab die­sem Zeitpunkt eigenständig arbeiten und in eigener Ver­antwortung Schulabschlüsse verleihen darf. Nun steht nur noch die Anerkennung der Fachoberschule Sozialwesen im Sommer 2011 aus.   Die Fachoberschule er­möglicht es Absolventen, die die zehnte Klasse der Realschule oder des Gymna­siums erfolgreich absolviert haben, in einer zweijährigen praxisorientierten Ausbil­dung die Fachhochschulreife zu erwerben. Erfahrungsge­mäß ist dieser Weg beson­ders interessant für Schüler, deren Berufsziel noch nicht klar umrissen ist. Die Fach­oberschule ermöglicht ei­nen Schulabschluss, der die Schüler schnell voranbringt, ohne deren Weg vorzeitig zu eng festzulegen. Unter Nutzung der ausgezeichneten Lernbedingungen des Veckenstedter Gymnasium in freier Trägerschaft lernen die Fachoberschüler auch in Zusammenarbeit mit der Hochschule Harz alle wichtigen Grundlagen sowohl der allgemein bildenden als auch der fachrichtungsbezogenen (Technik und Sozialwesen) Fächer, um die Studierfähigkeit zu erlangen. Besonders interessant ist die Möglichkeit, für Absolventen mit einschlägigem Berufsabschluss in nur einem Jahr an der Grovesmühle die Fachhochschulreife zu erlangen. Der Einstieg ist jeweils ab den Sommerferien möglich, Bewerbungen jederzeit.  

 

Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt in Veckenstedt

„Tuchfühlung" war am Sonnabend bei diesem Zuspruch garantiert.
Weihnachtsmarkt in Veckenstedt: klein, aber fein. Foto: privat

Mehr als 2000 begeisterte Besucher erfreuen sich an abwechslungsreichem Programm

Veckenstedt (rar). Gemein­sam veranstaltet vom Land­schulheim Grovesmühle sowie der Freien Grundschule er­lebten die Veckenstedter am Wochenende einen stimmungs­vollen Weihnachtsmarkt. Zwi­schen den insgesamt 15 Stän­den mit Möglichkeit zum Basteln für die Jüngsten sowie zahlreichen Programmen vom Musical bis hin zu Märchen­vorführungen von „Hänsel und Gretel" genossen weit mehr als 2000 Besucher das Ambiente rund um und in der Kirche. Ei­ner der Höhepunkt war zwei­felsohne der mit einer Kutsche nach Veckenstedt angereiste Weihnachtsmann.

 

Das Märchen vom Ausländer

Die Schulband aus dem Landschulheim Grovesmühle unterhält die Gäste des Weihnachtsmarkts. Foto: privat

Weihnachtsmarkt des Veckenstedter Landschulheims Grovesmühle

Es schneite an dem Samstag, an dem die Schüler der Gro­vesmühle an und mit der Grundschule in Veckenstedt ihren Weihnachtsmarkt veran­stalteten. Die Stimmung war weihnachtlich zwischen Glüh­wein und Lebkuchen. Nahezu alle Klassen präsentierten sich mit einem Stand. Die Auswahl ließ nichts zu wünschen übrig. Sogar der schuleigene Sani­tätsdienst sorgte für die Si­cherheit der Gäste. Der Höhepunkt des Tages aber war eine Musiktheater­vorführung am Abend in der Veckenstedter Kirche. Die Wahl war auf ein unkonventio­nelles modernes Stück mit dem Titel „Das Märchen vom Aus­zug aller Ausländer", in dem es darum geht, dass alle auslän­dischen Dinge aus Deutschland ausziehen, gefallen. Am Ende bleiben nur noch ein Tannen­baum, Äpfel und Nüsse. Diese traurige Vorstellung von Weih­nachten sollte dem Publikum zeigen, wie sehr wir alle auch auf das Ausland angewiesen sind. Schüler vieler Klassenstufen hatten zusammen wochenlang geprobt, damit die Aufführung ein Erfolg wurde. Die Auffüh­rung, welche gegen Rassismus gerichtet ist, kam auch bei den Eltern sehr gut an. Die beiden Schulbands, die einen hervor­ragenden und professionellen Auftritt boten, wurden hoch gelobt. Sowohl der Weihnachts­markt, als auch das Theater­stück waren ein Riesenerfolg für Lehrer, Schüler, Eltern und Gäste. Kaum jemand ging ohne ein Lächeln nach Hause.

Kyra Orlowski,Klasse 12a,LandschulheimGrovesmühle, Veckenstedt