Gratis helfen lernen

- Erste-Hilfe Ausbildung im Lanschulheim Grovesmühle. Links: Lehrer Reimund Märkisch
WERNIGERODE: KOSTENLOSE AUSBILDUNG BIS 16 JAHRE.
Seit 2005 bietet das DRK eine neue Ausbildungsform an. „Erste Hilfe für zehn- bis 1 6-jährige Jugendliche" heißt der Kurs, der für Interessierte an Schulen angeboten wird. Die Schüler absolvieren zwölf Unterrichtsstunden zu Themen der Ersten Hilfe, bekommen dafür eine Teilnahmebestätigung und haben damit eine gute und fundierte Ausbildung zum Beispiel für die Fahrschule. Der Clou: Das Ganze ist auch noch kostenlos für die Schüler. Die Kosten übernimmt in diesem Projekt das Bundesministerium des Inneren.Ein Beispiel für die positive Resonanz ist das Landschulheim Grovesmühle in llsenburg (Landkreis Wernigerode). Der Lehrer und auch gleichzeitig DRK-Ausbilder, Reimund Märkisch, hat im Jahr 2005 mit insgesamt sieben Lehrgängen und 76 Teilnehmern ein mehr als positives Ergebnis erreicht. Die Schüler waren mit Freude bei der Sache. Auch im Jahr 2006 wird es wieder eine Ausbildung geben und wir hoffen, dass auch andere Schulen daran interessiert sind.
Neidrun Ebert
Fiesta Cubana in der Grovesmühle

- Der Kubaner Sergio Rodriguez Reina weilte einige Tage in der Grovesmühle.
Von Jörg Niemann
Sergio Rodriguez Reina war in den vergngenen zwei Wochen einer der gefragtesten Männer im Landschulheim Grovesmühle bei Veckenstedt. Um mit ihm allerdings ins Gespräch zu kommen, war meist ein Dolmetscher nötig. Der kubanische Künstler spricht nämlich nur spanisch.
Veckenstedt. Eine Lehrerin der Grovesmühle lernte während eines Urlaubs auf der Karibikinsel Kuba den Maler Sergio Rodriguez Reina kennen. Sie kamen ins Gespräch, und die Idee entstand, den Kubaner nach Deutschland einzuladen. Vor wenigen Tagen wurde dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Sergio Rodriguez Reina reiste im Landschulheim an. Er kam aber nicht nur als Künstler, sondern auch als gern gesehener Gast in den Unterrichtsstunden. So ergänzte der Kubaner den Spanisch-Unterricht und hatte dabei nicht nur die Unterstützung des Lehrerkollegiums, sondern auch eines an der Grovesmühle lernenden Gastschülers aus Costa Rica. Der Maler war natürlich auch in den Stunden des Kunstunterrichts sehr gefragt. Und so ganz nebenbei lernten die Schülerinnen und Schüler auch etwas von karibischer Lebensart. Zum Ende des Besuches gab es einen Projekttag, in dessen Vorbereitung sich die Schüler mit der Geschichte, der Kultur und aktuellen Geschehnissen auf Kuba auseinendersetzten.
Der Karibik ein Stück näher gekommen
Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Geschichte des Landes, andere mit der Musik der Karibik. Aber auch die Kunst und die landestypischen Speisen und Getränke der Insel wurden zum Gegenstand der Projekte. Mit einer „Fiesta Cubana" klang der Projekttag am Donnerstag aus. Die Schüler stellten ihre Forschungen vor, es gab kubanische Speisen und Getränke. Bei letzterem wurde aber auf zwei typisch kubanische Zutaten verzichtet - den Rum und die Zigarre. Aber ein frisch gemixter Daiquiri schmeckt im Unterricht auch ohne „Vitamina". Zum Ende der Fiesta wurde mit dem Gast aus Kuba gefeiert. Und da probierten sogar einige ganz Mutige die frisch erlernten Merengue-Schritte aus. So endete ein Projekt, das den Schülern die mittelamerikanische Kultur ein bedeutendes Stück näher brachte.
Arturo Jimenez: „Ich war fast ein Jahr lang zu Gast bei Freunden!"

- Arturo Jimenez fiebert heute mit dem Team seiner Heimat Costa Rica mit. Dennoch ist Deutschland für ihn der Favorit. Foto: Jörg Niemann
Wenn heute um 18 Uhr weltweit Millionen Menschen vor dem Fernseher sitzen, dann gehört auch Arturo Jimenez aus Costa Rica dazu. Der 18Jährige ist bis Mitte Juli als Austauschschüler zu Gast im Landschulheim Grovesmühle bei Veckenstedt.
Von Jörg Niemann
Veckenstedt. Seit einem dreiviertel Jahr gehört Arturo Jimenez zu den Schülern in Grovesmühle. Obwohl er sein Abitur bereits in der Tasche hat - in Costa Rica erhält man dieses nach elf Jahren Schule - fühlte er sich noch zu jung zum Studieren. So entschloss er sich im Sommer des vergangenen Jahres, als Austauschschüler nach Deutschland zu gehen.
Aus der Hauptstadt in die deutsche Provinz
Die ersten Wochen verbrachte er bei Gasteltern in Badersleben, doch dort fand er nicht den richtigen Kontakt zur Familie und so landete er bei der Familie des Wernigeröder Sparkassen-Mitarbeiters Hans-Heinrich Haase-Fricke, die im niedersächsischen Groß
Dohren beheimatet ist. „Ich wohne eigentlich in Costa Ricas Hauptstadt San Jose. Deshalb hatte ich anfangs auch einige Probleme mit der ländlichen Gegend. Aber inzwischen habe ich mich an die Ruhe gewöhnt und betrachte meine Gasteltern als meine zweite Familie", berichtet der junge Costaricaner. In seiner Klasse an der Grovesmühle gab es anfangs einige Sprachbarrieren. Zunächst verständigte sich Arturo mit seinen neuen Mitschülern auf englisch, doch inzwischen beherrscht der Teenager die deutsche Sprache so gut, dass er sich problemlos auf deutsch unterhalten kann. Bis zum 15. Juli wird Arturo Jimenez noch in Deutschland bleiben. Dann geht es zurück in die Heimat. Dort wartet ein Ingenieurstudium auf den 18Jährigen. Bis dahin will er seinen Aufenthalt in der Gastheimat genießen - und da gehört natürlich der Fußball dazu. „Ich spiele zwar selbst nicht aktiv Fußball und habe keinen Lieblingsverein. Aber unserer Nationalmannschaft drücke ich natürlich bei der WM die Daumen, damit sie zumindest die Vorrunde übersteht", hofft der Austauschschüler. Dem heutigen Spiel der Mannschaft gegen die deutsche Auswahl sieht er allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen. „Deutschand ist auch ohne Michael Ballack klarer Favorit. Selbst meine Mutter, mit der ich am Dienstag telefonierte, hofft, dass wir uns zumindest ehrenvoll aus der Affäre ziehen können", erklärt Arturo.
Gegen Ecuador ist Arturo „live" dabei
Fast hätte er zwei Karten für das Eröffnungsspiel bekommen, doch 300 Euro pro Ticket waren dann doch etwas viel. Dennoch wird Arturo Jimenez seine Jungs „live" in einem Spiel erleben können, denn mit Gastvater Hans-Heinrich Haase-Fricke ist er am Donnerstag beim Gruppenspiel seiner Mannschaft gegen Ecuador in Hamburg zu Gast. Aber ganz egal, wie weit sein Team bei der WM kommt, das offizielle WM-Motto hat Arturo Jimenez schon längst zu seinem eigenen erklärt. Ob im Landschulheim Grovesmühle oder bei seinen Gasteltern - er war fast ein Jahr lang„ Zu Gast bei Freunden".
Positiver Bescheid als Geburtstagsgeschenk

- Im Beisein künftiger Fachoberschüler überreichte Silvina Vieweg an Dr. Gert-Ulrich Buurman und Schulleiter Dr. Rolf Warnecke (v. li.) die Anerkennungsurkunde für den Fachoberschulstatus. Foto: Jörg Niemann
Von Jörg Niemann
Veckenstedt. Gert-Ulrich Buurman, Geschäftsführender Gesellschafter des Landschulheims Grovesmühle, beging am 21. April seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass hatte er am Sonnabend zu einer Nachfeier in das Landschulheim eingeladen. In der Aula gaben sich zahlreiche Ehrengäste, das Lehrerkollegium und auch Abordnungen der Schüler die Ehre, ihrem „Chef" Dank zu sagen. Zu den Gästen zählte ebenso Veckenstedts Bürgermeister Karl-Heinz Abel, der seit Jahren ein Befürworter der'Freien Schulen ist. „Auch wenn es immer noch einige kritische Stimmen im Ort gibt, die Grovesmühle und die vom gleichen Träger bewirtschaftete Grundschule am Kirchplatz sind inzwischen die größten Arbeitgeber im Ort", erklärte er. Und damit dies so bleibt, konfrontierte Schulleiter Dr. Rolf Warnecke seinen kultusministeriellen Ehrengast, Referatsleiterin Silvina Vieweg, mit zwei Fragen nach dem Ausgang von gestellten Genehmigungsbescheiden. Der eine, er erklärt die Grovesmühle ab sofort zur Fachoberschule, wurde von der Referatsleiterin an Dr. Buurman quasi als nachträgliches Geburtstagsgeschenk überreicht. Der zweite Bescheid, die offizielle Anerkennung der Grundschule am Kirchplatz, ist noch nicht unterzeichnet. Silvina Vieweg ließ aber durchblicken, dass alle Überprüfungen bislang ohne Beanstandungen erfolgt seien und die Chancen für die Genehmigung durchaus positiv stünden. Dr. Gert-Ulrich Buurman, der - so wurde am Rande bekannt - sich auch nicht davor scheut, selbst einmal die Hecke auf dem Schulgelände zu schneiden, hat seine Visionen von Freien Schulen in Veckenstedt verwirklicht. Beide Schulen werden in Kürze weitgehend ausgelastet sein. Und wer weiß, was dem „Chef" in den kommenden Jahren noch so alles einfällt, denn zur Ruhe setzen - so erklärte er selbst - will er sich noch lange nicht.
Startschuss für eigenen Schulsanitätsdienst

- Nach der Vertragsunterzeichnung (von links): Ulrich Junior, Reimund Märkisch, Friedrich Drees, DRK-Geschäftsführer Andreas Herbst und Ausbildungsleiterin Heidrun Ebert. Foto: Jörg Niemann
Im Landschulheim Grovesmühle soll ein Schulsanitätsdienst aufgebaut werden. Mit dem Wernigeröder Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes wurde dazu am Mittwoch ein Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Von Jörg Niemann
Veckenstedt. Jeder sechste Schüler in Sachsen-Anhalt erleidet statistisch gesehen im Jahr einen Schulunfall. Da sich die Grovesmühle in fast 15 Kilometer Entfernung zur zuständigen Rettungswache befindet, wurde beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Schulsanitätsdienst ins Leben zu rufen. Der stellvertretende Schulleiter Reimund Märkisch, im Nebenberuf selbst Rettungssanitäter, wird federführend den Aufbau des Grovesmühler Sanitätsdienstes leiten. Mit den Schülern Ulrich Junior und Friedrich Drees hat er auch zwei kompetende Helfer zur Hand, die aus ihren früheren Schulen schon Erfahrungen mit dem Schulsanitätsdienst mitbringen. Beide gehörten zu den eifrigsten Initiatoren der Idee, denn ihnen reichte es nicht, dass das Thema Erste Hilfe an der Grovesmühle .,nur" offizielles Wahlpflichtfach in der zehnten Klasse ist.
Hilfe gibt's vom Verband
Heidrun Ebert, die Ausbil.dungsbeauftragte des DRKKreisverbandes, wird den Aufbau des Sanitätsdienstes an der Grovesmühle und die fachgerechte Ausbildung der künftigen Helfer unterstützen. Die angehenden Schulsanitäter kommen sowohl in den Pausen, bei Wandertagen, zu Sportfesten und auf Veranstaltungen als auch im Internat des Landschulheims Grovesmühle zum Einsatz.
Geschafft!

- Die Absolventen der 10. Klasse des Landschulheims Grovesmühle erhielten jetzt im Wernigeröder KiK ihre Zeugnisse.
Im Landschulheim Grovesmühle bei Veckenstedt schlossen jetzt 17 Schülerinnen und Schüler ihre Schulausbildung ab, die den Sekundarschulbildungsgang absolviert hatten. Acht Absolventen erreichten dabei den erweiterten Realschulabschluss, neun den Realschulabschluss.
Die Absolventen der 10. Klasse: Merle Engel, Carotin Felgendreff, Marcus Förster, Christina Holler, Jean Künne, Laura Kunze, Nico Laftschiew, Stefani Lange, Dustin Linde, Christina Müller, Henning Ramke, Max Schaper, Stephani Schreier, Daniel Sieberhein, Christoph Voigt, Luise Wenzel und Oliver Zeis.
Herzlichen Glückwunsch!
Neuer Brennofen für Grovesmühler Töpfer-Gilde
Einen neuen Ton-Brennofen konnten jetzt die Schüler des Landschulheims Grovesmühle in Betrieb nehmen. Das Geld dafür hatte Geschäftsführer Dr. Gert-Ulrich Buurman zur Verfügung gestellt, der anlässlich seines 70. Geburtstages um Spenden für die Einrichtung geworben hatte. Unser Foto zeigt die Kunstlehrerin und Leiterin der Töpfer-Gilde, Katrin Blaeß-Danneil (hinter dem Brennofen, inmitten ihrer Schüler der Töpfer-Gilde aus den Klassenstufen 5 und 6. Foto: privat

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